Warnung IPO SpaceX

  1. Abzocke: Österreichische Anleger können die Aktien nur über Drittstaaten beziehen – Achtung vor entsprechenden Zuschlägen zum Emissionspreis!
  2. Spekulation/Blasenbildung: Es herrscht Unklarheit darüber, welche Anlegergruppen wie viele Aktien erhalten, was Auswirkungen auf die Preisbildung hat!
  3. Medienhype: Der IVA warnt vorab, sich von Prominentenstatus oder der Faszination Raumfahrt zu unüberlegten Investments verleiten zu lassen!
  4. Enttäuschungspotenzial: Die Kapitalmarktgeschichte zeigt: je größer die öffentliche Begeisterung, desto größer die potentielle Enttäuschung.

Im Einzelnen:

1. Extrem hohe Bewertungen können Wachstum vorwegnehmen
Der Ausgabepreis liegt für viele Anleger auf einem Niveau, bei dem zukünftiges Wachstum eingepreist ist, sodass selbst bei operativem Erfolg möglicherweise nur geringe Renditen erzielt werden und erhebliche Verluste zu befürchten sind.

2. Raumfahrt bleibt ein Hochrisikogeschäft
Technik, Regulatorik, Unfälle, Geopolitik, weniger staatliche Aufträge oder Kapitalmarktbedingungen bergen Risiken. Ein einzelnes schwerwiegendes Ereignis kann Milliardenwerte vernichten.

3. Risiko Elon Musk
Politische Kontroversen, Rechtsstreitigkeiten oder strategische Entscheidungen des Gründers Elon Musk, der weiter 80% der Stimmrechte behalten soll, können erhebliche Auswirkungen auf die Marktstimmung haben. Anleger würden nicht nur in ein Raumfahrtunternehmen investieren, sondern teilweise auch in seine öffentliche Wahrnehmung.

4. Gefahr irrationaler Spekulationsphasen
Wir sehen die reale Gefahr, dass ein SpaceX-IPO ähnliche Verhaltensmuster auslöst wie frühere Börsenblasen (Dot-Com): Social-Media-getriebene Kaufwellen, Kapitalmarktspekulation und unrealistische Kursziele.

Unsere Empfehlung an Privatanleger
Wir raten dringend: Den offiziellen Börsenprospekt vollständig lesen. Keine Kaufentscheidung allein aufgrund von Medienberichten oder Social-Media-Euphorie treffen. Fundamentaldaten prüfen und entsprechend realistisch bewerten. Nur investieren, dessen Verlust finanziell verkraftbar wäre. Eine breite Diversifikation beibehalten und keine übermäßige Konzentration auf eine einzelne Aktie vornehmen.

Florian Beckermann

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