Übersicht über die laufenden Überprüfungsverfahren nach Squeeze Out

BDI

Vergleich auf Basis einer Nachbesserung von € 1,00 ist gescheitert. Es wird ein weiterer Versuch unternommen. Eine Entscheidung ist bis Ende März zu erwarten.

BEKO

Das robuste und ausführlich diskutierte Gutachten von Prof. Rabel, das eine Nachbesserung von € 5,80 auf € 7,05 ermittelt, wird von der Antragsgegnerin abgelehnt. Nun verlagert sich die Entscheidung zum Gericht.

BWT

Es wurde eine Shortlist von drei Gutachtern erstellt. Die Beauftragung des Bewerters erfolgt durch das Gremium.

BUWOG

Es ist zu hoffen, dass im 2. Quartal die erste Verhandlung stattfindet. Der IVA empfiehlt, das Kaufangebot von € 0,58 nicht anzunehmen, da eine höhere Nachbesserung durchaus möglich ist.

Conwert

Es wurde eine Shortlist von drei Gutachtern erstellt. Die Beauftragung des Bewerters erfolgt durch das Gremium.

Ecobusiness

Es liegt ein Vergleichsvorschlag über eine Nachbesserung von € 0,85 inkl. Zinsen vor. Die Kostenfrage ist noch nicht zur Gänze gelöst.

Scheitern die Vergleichsbemühungen, wird ein Gutachten erstellt. Es besteht das Risiko, dass der Nachbesserungsbetrag von € 0,85 nicht erreicht wird.

Bank Austria

Nachdem die Vergleichsbemühungen des Gremiums gescheitert sind, liegt die Entscheidung beim Gericht. Die wichtigste Frage ist, inwieweit die „Erga omnes“-Bestimmung (Gleichbehandlung aller Antragsteller) greift, da die aggressive Polygon-Gruppe wie auch eine weitere Aktionärsgruppe im Frühstadium des Squeeze Out  einen nicht rückzahlbaren Vorschuss auf das Ergebnis der Überprüfungsverfahren erhalten hat. Der Betrag ist wesentlich höher als € 1,77 plus Zinsen je Aktie, die der Gutachter ermittelt hat.

Constantia Packaging

Prof. Rabel hat eine Nachbesserung von € 28,67 ermittelt. Derzeit finden Vergleichsverhandlungen betreffend die Zinsen und die Kosten statt. Eine Entscheidung sollte zwar bis Ende Februar getroffen werden, bis spätestens Ende März sollte Klarheit erreicht werden.

MIBA

Nachdem exorbitant hohe Kostenvergütungen – bis zu € 100.000,00 für einen Antrag und eine Verhandlung – von der Antragsgegnerin gemeinsam mit dem Gemeinsamen Vertreter durchgedrückt werden konnten, liegt nun der Beschluss des Landesgerichts Wels vor, nach dem der Abfindungsbetrag (12.5.2015) maximal € 690,06 beträgt. Es wurden bei der Festlegung die extrem hohen Kostenvergütungen nicht berücksichtigt und die vom IVA vorgebrachten gravierenden Kritikpunkte betreffend die Unternehmensplanung, die auch Basis für das Übernahmeangebot von € 565,00 war, nur peripher behandelt. Daher hat der IVA aus Gründen der Kapitalmarkthygiene einen Rekurs eingebracht.

In eigener Sache ...
  • Die Schwerpunktfragen für die kommende Hauptversammlungssaison haben wir veröffentlicht. Die Antworten der Unternehmen werden laufend ergänzt: http://www.iva.or.at/schwerpunktfragen.php
     
  • Wir vergeben 10 Gratiseintrittskarten für die Präsentation einer der reichsten Industriellenfamilien des 19. Jahrhunderts, der Wittgensteins, am 12.3.2019 um 19:00 Uhr in der „Klimt-Villa“ Wien (http://www.klimtvilla.at). Bei Interesse bitte um Meldung via Kontaktformular
     
  • TERMINAVISO: Verleihung des IVA-AWARD „DAVID“ mit einer Präsentation von Prof. Roman Sandgruber über die bekannte und einflussreiche Bankiersfamilie Rothschild am 9.4.2019 um 17:00 Uhr, Einladungen erfolgen demnächst. Voranmeldung sind ab sofort möglich via Kontaktformular
Datum: 13.02.2019 Autor: IVA-Redaktion
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