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Rasinger: DAX-Vorstandsvergütungen | Die DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz), wie auch der IVA Mitglied der Euroshareholders in Brüssel, hat gemeinsam mit der TU München eine Studie zur Entwicklung der Vorstandsbezüge bei den DAX-Unternehmen veröffentlicht. Der Durchschnittsbezug eines Vorstands liegt bei beachtlichen 3,1 Millionen Euro. Spitzenreiter ist Martin Winterkorn von VW mit 16,6 Millionen, gefolgt von Josef Ackermann mit nur noch 9,5 Millionen. Die Vorstandsvorsitzenden verdienen im Schnitt 5,1 Millionen. Das Schlusslicht bildet die angeschlagenen Commerzbank, deren Vorstand wegen gesetzlicher Beschränkungen knapp unter 600.000 verdient. Angesichts dieser Zahlen, auch weil die eher hohen Vorstandsbezüge (gegenüber 2010 plus 8 Prozent) schneller steigen als das allgemeine Gehaltsniveau und schlechtere Unternehmensergebnisse wenig Auswirkung auf die Entlohnung haben, gibt es in Deutschland eine heftige öffentliche Diskussion. Ärgerlich ist, dass sehr großzügig mit Pensionszusagen umgegangen wird. Bei einem Extremfall liegt der Wert der Zusage bei 30 Millionen. In der präkeren wirtschaftlichen und politischen Situation sollten die Verantwortlichen bzw. die Spitzenmanager von sich aus aktiv Beiträge zur Lösung der Probleme liefern, aber nicht durch überzogene Forderungen das soziale Klima noch verschärfen. In Österreich sind die Unternehmen deutlich kleiner, aber es gibt nur ganz wenige Vorstandsbezüge, die über einer Million liegen. Der IVA arbeitet an einer Studie, in der die österreichischen Verhältnisse dargestellt werden. Erscheinungstermin September 2012.
| | | Autor: Mag. Dan Berger Datum: 04.08.2012 | | |
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