„Die Dividende ist in Ordnung, obwohl es
entgegen der Selbstzufriedenheit, die der Verbund vermittelt schon auch
kritische Stimmen gegeben hat", erklärt Rasinger im Gespräch mit
wirtschaftsblatt.at, „Eine 55% Payout-Ratio bewegt sich noch im Rahmen,
die Dividende ist noch argumentierbar." Eine Dividendenausschüttung von
exakt 191.078.627,30 Euro bringen 0,55 Cent je Aktie.
Allerdings weist Rasinger auch dezidiert darauf hin, dass die
ausschüttungsfähigen Summen nicht zuletzt durch einige bilanzpolitische
Maßnahmen zustande kamen. Aufwertungen von netto 200 Milllionen Euro und
Verkäufe von Innkraftwerken zählten dazu. Grundsätzlich war das
Geschäftsjahr 2011 „um einiges schlechter" als 2010, erläutert Rasinger.
Dies ist auch auf die Marktentwicklung zurück zu führen, der
Verbund-Konzern hat allerdings auch noch „Hausaufgaben" zu machen. So
ortet Rasinger nach wie vor Probleme bei den Auslandsengagements, auch
wenn es dort bereits Fortschritte gebe. Die Italien-Schwäche sei hoffentlich vorübergehend, das Engagement in der Türkei müsse erst in die Ertragszone kommen. „Verbund
muss sich einigermaßen anstrengen. Wichtig wird sein, dass das Jahr
2012 deutlich besser wird, damit man in einer höhere Dividendenklasse
kommt", so Rasinger abschließend. |