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Neuer Conwert-Chef muss die Rendite erhöhen | | In den USA steigt der Aktien kurs, wenn der CEO geht. Bei Conwert war die erste Reaktion auf den Abgang von CEO Johann Kowar an der Börse ebenfalls positiv: Seit dem Weggang von Co-Gründer Günter Kerbler war klar, dass der neue Kernaktionär, die Firma Petrus von Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner, andere Saiten aufzieht. "Es ist möglich, dass Conwert vor einer Strategieänderung steht", erwartet UniCredit-Analyst Alexander Hodosi. Erste-Analyst Günter Artner hält sogar Synergien mit der Strabag für möglich, bis hin zu einem Einstieg ins Neubau-Geschäft.
Klar ist: Der neue Chef muss einen Weg finden, die Eigenkapitalrendite zu erhöhen. "Die Attraktivität des Unternehmens kam bis zuletzt von den Aktivitäten im Trading Business. Dieses funktioniert, solange die Preise steigen und viele Objekte zum Verkaufen da sind", sagt Hodosi. "Die aktuelle Eigenkapitalrentabilität von vier Prozent deckt selbst die Kapitalkosten nicht ab", meint auch Artner. "Das bisherige Geschäftsmodell war in erster Linie auf Wertsteigerungen und daraus realisierte Verkaufsgewinne in Österreich angewiesen."
Beide Gründer weg
Anlegerschützer Wilhelm Rasinger zeigte sich über den Chefwechsel erfreut "Es kann nur besser werden", sagte er zur APA. Das sehen die Analysten etwas anders. "Beide Gründer sind weg, das ist eine große Veränderung für das Unternehmen", sagt Hodosi. "Ich sehe das nicht positiv, da viel Wissen verlorengeht."
Artner ist gleicher Meinung: "Ohne Kerbler und Kowar ist das jetzt eine ganz andere Firma." Er bemängelt, dass nicht zeitgleich ein neuer CEO präsentiert wurde -das zeige, dass Haselsteiner nicht auf Kowars Abgang vorbereitet war. Laut einem Petrus-Sprecher hilft Kowar bei der Nachfolgersuche und wird beratend tätig sein.
Wirtschaftsblatt, 3.11.2010 | | | Autor: Wirtschaftsblatt Datum: 03.11.2010 | | |
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